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Die Geschichte der Schremser Beers
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Die Anfänge

Seit August 1999 gibt es den ersten Baseballverein im Waldviertel. Bis zur Gründung der Schremser Beers war es ein langer Weg.

Etwa im Jahre 1990 finden ein paar sportbegeisterte Schulfreunde aus der 7. Klasse des Gmünder Gymnasiums Gefallen am amerikanischen Nationalsport Baseball. Erste Versuche werden mit einem kleinen Baseball-Set (Plastik-Handschuhe, weicher Ball und kurzer Holzschläger) am Fußballplatz der Sportanlage Eugenia unternommen. Schon damals wird eine Vereinsgründung geplant, die Matura sorgt aber für eine andere Entwicklung. Bundesheer, Berufsausbildung oder Studienbeginn in Wien trennen vorläufig die Freunde und die Trainings werden weniger, bis sie schließlich gänzlich aufhören. Ein paar zaghaften Versuchen in den vergangenen Jahren folgt dann das große Comeback im Frühjahr 99. Die Schremser-Clique beginnt wieder zu spielen und zu trainieren und reißt einige Neulinge (Fachsprache: Rookies ) mit. Diesmal wird sofort mit der Vereinsgründung begonnen. Der Name Schremser Beers steht ja schon seit damals fest. Die englische Schreibweise unseres Lieblingsgetränks soll uns die nötige Motivation geben und die Verbindung mit unserer Heimatstadt dokumentieren. Die Ähnlichkeit zum "Schremser Bier" will Brauerei-Besitzer Dipl.-Ing. Karl Theodor Trojan nicht als zufällig gelten lassen und betätigt sich dankenswerterweise als Hauptsponsor. Ebenso großzügig unterstützt uns die ANROSI Kutschera KEG, bei der wir uns an dieser Stelle auch sehr herzlich bedanken.
Wolfgang Styll wird bei der Konstituierenden Sitzung im August 1999 zum Obmann gewählt, Mike Preißl obliegt der gesamte sportliche Bereich. Noch im selben Jahr werden einige Freundschaftsspiele gegen andere Clubs organisiert und bereits im August `99 gelingt der erste Sieg bei einem Baseballmatch als offizieller Verein.

Erste Bewährungsproben

Nach mehreren absolvierten Freundschaftsspielen im Jahr 1999, die Lust auf mehr machten, meldeten wir in der Saison 2000 für die Landesliga Wien/NÖ/Bgld. In einer sehr ausgeglichene Meisterschaft erzielten wir als Rookies unter 8 Teams mit einer Bilanz von 7 Siegen und 7 Niederlagen den ausgezeichneten 5. Platz. Ein großer Kader und toller Teamgeist zeichnete das Team von Beginn an aus.

Der Meistertitel

Mit mehr Routine und Eigenkönnen ausgestattet und einer wesentlich leistungsorientierteren Ausrichtung, konnten wir bereits im darauffolgenden Jahr (Saison 2001) den Meistertitel in der Landesliga Ost erringen und uns somit den Aufstieg in die Regionalliga Ost sichern. Nachdem wir im Grunddurchgang mit Zittern gerade den 4. Platz belegt hatten, waren wir beim großen Finalturnier (
Final Four 2001) in Schrems nicht zu schlagen, und sicherten uns für viele überraschend den Meistertitel 2001 (Meisterspecial).

Überraschungsteam

Noch größer war die Überraschung, als wir uns in der Regionalliga Ost im Jahr 2002 auf dem 4. Rang plazieren konnten. Eigentlich wurden wir von Beginn an von vielen Seiten als Fixabsteiger gehandelt, jedoch hatten wir uns sehr schnell an das RL-Niveau gewöhnt. Vor allem in den Heimspielen konnten wir einige wesentlich höher eingestufte Teams bezwingen. Ebenfalls erfreulich war die rasante Entwicklung im Nachwuchsbereich. So konnte schon im dritten Meisterschaftsjahr ein Nachwuchsteam (Little Beers) gestellt werden, das in der PonyLiga einige überraschende Erfolge feiern konnte.

Erweiterung

2003 wurde ein weiterer großer Schritt in der Entwicklung vorwärts gemacht. Erstmals startete der Schremser Beers Baseball Club mit zwei Erwachsenenteams und einem Nachwuchsteam in die Meisterschaft. Die Beers1 eins schafften knapp aber doch mit dem 5. Platz in der Regionalliga den angestrebten Klassenerhalt, die Beers2 konnten in ihrer Rookie-Saison sogar den Vizemeistertitel in der Landesliga2 und somit den Aufstieg erreichen. Den größten Erfolg feierte man im Nachwuchsbereich, wo die Little Beers die Austrian Pony League ungeschlagen gewannen. Aus diesem Nachwuchsteam stellten die Beers erstmals sogar zwei Nationalteamspieler. Außerdem wurde bereits ein zweites Nachwuchsteam, die Mini Beers, aufgebaut. Auch der Schulbaseball profitierte von den Beers. Das BG/BRG Gmünd konnte mit seinem Team (ausschließlich Beers-Spieler) den österreichischen Schulcup gewinnen.

Neue Wege

War bis zu dieser Saison Mike Preißl über 4 Jahre lang für Training und Coaching verantwortlich, so entschlossen sich die Beers für 2004 einen externen Coach zu engagieren. Scott Machen aus Phoenix (USA) konnte für den Verein gewonnen werden. Sein Training und Engagement für den Verein ließ auch bald tolle Ergebnisse folgen. Die Beers1 erreichten mit einem phänomenalen Endspurt nicht nur die PlayOffs, sie zogen sogar ins RL Ost-Finale ein, wo wir uns leider geschlagen geben mussten - Vizemeistertitel und damit verbunden der Aufstieg in die Baseball Bundesliga (zweithöchste Spieklasse). Die Beers2 schafften mit großteils sehr jungen Spielern sensationell den Klassenerhalt in der LL1. Die Little Beers führten die Tabelle der Jugendliga Ost an und errangen bei den Österreichischen Jugendmeisterschaften die Bronzemedaille. Diese Saison wurden sogar schon sechs Nachwuchsspieler der Beers in die jeweiligen Nationalteams berufen. Auch die Mini Beers machten durch konsequentes Training große Fortschritte und bestritten ihre ersten Spiele in der Pony League. Das BG/BRG Gmünd mit vielen Mini Beers konnte abermals den österreichischen Schulcup für sich entscheiden.

Konsequente Fortsetzung

Auch 2005 war Scott Machen Coach in Schrems, und er machte dort weiter, wo er 2004 aufgehört hatte. Die Beers1 spielten am bis zur Bundesligatauglichkeit ausgebauten BeersField in der Baseball Bundesliga zu aller Überraschung um die vorderen Tabellenplätze mit und belegten nur einen Sieg hinter dem Zweiten Platz 4. Scott ermöglichte auch ein Austauschprogramm, im Zuge dessen der 18-jährige High-School-Absolvent Adam Saylor aus Phoenix 8 Wochen für die Beers spielte.
Die großteils aus Nachwuchsspielern bestehenden Beers2 schafften abermals den Klassenerhalt in der Landesliga1. Auch im Nachwuchsbereich waren Erfolge an der Tagesordnung: Die Littles Beers errangen den Vizemeistertitel in der Pony League und die Bronze-Medaille bei den österr. Jugendmeisterschaften. Bei den seit langem wieder ausgetragenen österr. Juniorenmeisterschaften in Schrems (
>>> Link) wurde ebenfalls eine Bronzemedaille erspielt.
Hiermit endete jedoch die Ära von Scott Machen, dem wir vieles zu verdanken hatten, der aber 2006 den Beers nicht mehr zur Verfügung steht.

Unglücklich gelaufen

William J. Meyers aus Des Moins (Iowa) wurde 2006 zum Beers-Coach bestellt. Leider gab`s von da an mehr Probleme zu bewältigen als Erfolgsmeldungen zu schreiben. Zwar erreichten die Beers1 gerade noch die BBL-PlayOffs (in denen man aber scheiterte), intern war das Gefüge in der sehr jungen Mannschaft aber bei weitem nicht intakt. Ständige Reibereien zwischen Coach und Vorstand wirkten sich nicht förderlich auf das Vereinsklima aus, was auch eine vorzeitige Beendigung der Zusammenarbeit mit Meyers zur Folge hatte. Die Beers2 belegten mit nur einem Sieg den letzten Platz in der LL1. Am Nachwuchssektor herrschte starker Spielerschwund und es konnten nur wenige Matches ausgetragen werden. Lediglich das Gymnasium Gmünd errang zum dritten Mal den österreichischen Schulcup-Titel.  
Positiv war die Gründung eines weiteren Nachwuchsteams, den Kiddy Beers, die bereits mit 5 bis 7 Jahren zum Schläger griffen und einmal wöchentlich T-Ball spielten! Außerdem fand die Saison mit der Bronzemedaille der Beers-Junioren bei den österr.Meisterschaften doch noch ein halbwegs versöhnliches Ende.

Stagnation ?

2007 sollte sportlich das bisher "erfolgloseste" Jahr der Beers werden. Neo-Coach und Obmann Wolfgang Styll tat zwar sein Bestes, das Team konnte die Erwartungen aber nicht erfüllen und landete nach einer katastrophalen zweiten Saisonhälfte nur auf dem siebten und letzten Tabellenplatz, was letztendlich den Abstieg aus der BBL in der Regionalliga bedeutete! Die Beers2 waren etwas erfolgreicher und erspielten sich immerhin den vierten Platz in der Regionalliga Nord, in die man gewechselt war!
Am Nachwuchssektor gab`s zwar keine Meisterschaftsteilnahmen, die Kiddys prolongierten aber ihren Fleiß im Trainingsbetrieb. Außerdem konnten durch Schulaktionen neue Jugendliche für den Verein gewonnen werden und schon einige Trainings absolvieren!

Feuer wieder entfacht - Meistertitel Nr. 2

2008 startete man ins Ungewisse. Nach dem Abstieg der Beers1 aus der Baseball Bundesliga, der Auflösung des Farmteams und dem Abgang einiger Spieler wusste niemand in welche Richtung es gehen könnte. Doch mit der Verpflichtung von Cory Burton (Californien, USA) als Playing-Coach wurde wieder Feuer bei den Spielern und Funktionären entfacht. Der Grunddurchgang der Regionalliga Ost wurde auf Platz 1 abgeschlossen, und bei einem unglaublich spannenden Finalturnier in Wien konnte sogar der zweite Meistertitel in der Vereinsgeschichte eingefahren werden. 
Auch die Kiddy Beers absolvierten einige Spiele und bei den Little Beers bildete sich ein Kern von Spielern die in einer Spielgemeinschaft mit den Tulln Ravens an den Jugendmeisterschaften teilnahmen.  

Klein aber fein im Jubiläumsjahr

2009 feierten die Beers ihr 10-Jahres-Jubiläum mit einem Legendespiel der Beers `99 gegen die Woodquarter Red Devils.
Sportlich lief es unter den Coaches Mike Preißl und Thomas Rzepa anfangs hervorragend, nach einer Schwächephase zum Saisonende wurde mit einem kleinen Kader immerhin der 3. Platz in der Regionalliga erreicht. Im Nachwuchs nahmen die Kiddy Beers erstmals an der Kinderliga Ost teil.
Zum Ende der Saison erklärte Obmann Wolfgang Styll, der die Beers hervorragend durch ihre ersten zehn Jahre des Bestehens geführt hatte, seinen Rücktritt.

Seuchenjahr 

Nach dem Rücktritt von Langzeitobmann Wolfgang Styll übernahm 2010 ein Triumvirat (Max Greiner, Mike Preißl, Tobias Spazierer) die Vereinsführung bei den Beers. Thomas Rzepa war von nun an alleinverantwortlich für die sportlichen Belangen. An ihm lag es aber nicht, dass die Beers nach einigen Spielabsagen Mitte der Saison das Team aus der Meisterschaft der Regionalliga Ost zurückziehen mussten. Ein zu kleiner Kader und eine fast unheimliche Verletzungsserie machten diesen traurigen Schritt und damit den Abstieg in die Landesliga für die Schremser Baseball notwendig.

Kooperation gebildet

Die Vereinsverantwortlichen loteten einige Möglichkeiten aus um Baseball in Schrems nicht sterben zu lassen, und so kam es 2011 zu einer Kooperation/Spielgemeinschaft mit den neu gegründeten Zwettler Originals. Unter dem originellen Teamnamen "Brew Crew" und mit einem Mix aus Schremser Routiniers und Zwettler Rookies führte Coach Wolfgang Styll die Mannschaft von Sieg zu Sieg. Am Ende reichte es beim Final Four zum Vizemeistertitel und dem damit verbundenen Wiederaufstieg in die Regionalliga.   

Chancenlosigkeit und Abstieg

Eine Klasse höher blies den Beers ein wesentlich rauherer Wind entgegen. Das höhere Spielniveau und der zu kleine Kader (die Zwettler Originals spielten 2012 mit einem eigenen Team in der Landesliga und konnten nur bedingt den Kader der Beers verstärken) ließ nur wenige Siege für die Granitstädter zu. Eine historische Niederlageserie von 15 verlorenen Spielen in Serie war der negative Höhepunkt!
Die Folge war ein demotiviertes Team das sofort wieder absteigen musste.

Spielbetrieb eingestellt

Nach langen Diskussionen im Vorfeld der Saison 2013 mussten sich die Verantwortlichen eingestehen, dass es keinen Sinn machen würde am Spielbetrieb teilzunehmen. Zu wenige Spieler konnten für eine komplette Saison gewonnen werden. Somit wurden einige Kaderspieler an andere Vereine verliehen, um Spielpraxis sammeln zu können.
Der erstmals im Herbst ausgetragenen Braustädtecup mit den Beers, den Originals und den Red Devils rief aber wieder viele ehemalige Spieler auf den Plan und nährte die Hoffnung, wieder eine spielfähige Mannschaft aufstellen zu können.

  

Alle Spielergebnisse seit der Vereinsgründung gibt`s unter Statistiken-Spielergebnisse!